Wohnen in Rahnsdorf
„Ich wohne in Rahnsdorf ! “. „Ja, ich weiß, Rangsdorf, das hört man immer wieder im Radio – bei den Verkehrsnachrichten“. „ Nicht Rangsdorf – Rahnsdorf mit a-h und ohne g“. „Aha, kenne ich nicht. Schön dort ?“
Schön hier? Für uns Rahnsdorfer ja keine Frage, aber warum fühlen wir uns hier in der südöstlichsten Ecke der Hauptstadt eigentlich so wohl? Da kommt, wie meist bei solchen allgemeinen Fragen, eine Menge zusammen.
Natürlich das viele Grün, das Wasser, im Sommer so eine Urlaubsatmosphäre. Und wenn man Metropole braucht, ist man in 30 Minuten mit der S-Bahn am Alex, wenn sie denn fährt.
Aber diese touristischen Prospektweisheiten sind nicht alles.
Hier ist ja vieles so unperfekt und gleichzeitig recht menschlich:
- Am S-Bahnhof Rahnsdorf eine langsam verottende Kneipe außer Betrieb, aber im Bahnhof ein Kiosk, wenn man Durst hat,
- der asphalt-alte Hegemeisterweg und gleichzeitig viele Trampelpfade durch den Wald,
- ein wundervolles Seeufer - halb Schwimmbad und dann doch wieder nicht,
- eine wirklich individuelle Bebauung vom Kleinhaus über Bauhaus-Experimente über bayerische Häuser und alte Villen bis zum Türmchen mit allem Drum und Dran.
Nein, geschleckt und übergepflegt ist hier nichts und vielleicht ist das auch ein Grund, warum wir uns hier wohlfühlen. Wir gehören ja noch zu Berlin, aber sind schon ziemlich weit weg. Und wir haben, außer der viel genannten muskelbetriebenen Fähre, wirklich nichts Spektakuläres zu bieten. Mit dem Auto aus der Stadt auf immer anderen Straßen (mal wegen Straßenbau, mal rush-hour oder Staus ohne richtigen Grund) in vertretbarer Zeit uns zu finden, ist auch keine Kleinigkeit. Daher kennt man uns wohl auch nicht.
Und das ist gut so, meinte einst ein Regierender Bürgermeister. Naja, etwas gradliniger und schneller kämen wir allerdings schon gerne mit dem Auto in die Stadt ...
-bas-
Leben in Rahnsdorf . . . . im Winter 2012

- Die alte Dorfkirche in voller Schönheit. Nur im Winter ohne Blätter sieht man so das Gotteshaus.

- Diese alte Dorfansicht findet man direkt neben der Kirche

- In Neu-Venedig können jetzt die Kanäle, so sie zugefroren, auch als Fußwege dienen.

- Ein Sprung über den alten Spreearm. Warum diese Brücke "Russenbrücke heißt, weiß der Autor nicht. Vielleicht wissen Sie es !

- Fast nur Natur, könnte man denken. Wir sind (immer noch) in Berlin !

- Die Pferde von Heinrich Drake stehen vor dem Bahnhof Wilhelmshagen

- Auch bei schlechtem Wetter macht ein Spaziergang am Müggelsee manchen Spaß.

- Ein erstes warmes Lüftchen.

- Der meteorologische Frühling hat begonnen.



