18.06.2018


Badekultur in Friedrichshagen und Rahnsdorf - Teil 2

Sechs traditionelle Badestellen rund um den Müggelsee - heute die "Wilden"

4=Kamerun, 5=Teppich, 6=Läufer

Kamerun von oben

Kamerun nah dran

Teppich von oben

Teppich nah dran

Treptow-Köpenick ist der wald- und wasserreichste Bezirk der deutschen Hauptstadt Berlin. Hier liegen am Müggelsee und der Müggelspree die Ortsteile Friedrichshagen und Rahnsdorf. Jetzt im Frühsommer bieten die derzeitigen Temperaturen einen Vorgeschmack auf die Badesaison 2018.

Wir haben Ihnen in Teil 1 die drei offiziellen Badestellen und Bäder vorgestellt, daneben gibt es noch zahlreiche "wilde" Badestellen, von denen wir uns ebenfalls drei näher angeschaut haben. Allen Badestellen gemeinsam ist, dass sie seit Jahrzehnten von Touristen, Tagesgästen und "Eingeborenen" gern und zahlreich frequentiert werden.


Badestelle „Kamerun“

Diese kleine Badestelle legt im Friedrichshagener Ortsteil Hirschgarten direkt neben der historischen Villenkolonie am Müggelseedamm. Es gibt eine Liegewiese, teils grün, teils sandig, mit einzelnen schattenspendenden Bäumen.

In der Badesaison ist die Wasserettungsstelle „Hirschgarten – Kamerun“ vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ehrenamtlich besetzt.

Essen und Trinken muss man selber mitbringen, den Abfall aber auch wieder mitnehmen und Grillen ist wegen der meist hohen Waldbrandgefahr (Waldbrandstufe 3 und 4) nicht gestattet.

Zu erreichen ist die Badestelle zu Fuß von der Straßenbahnhaltestelle „Hirschgarten“, Linien 60 und 61, mit dem Fahrrad aus allen Richtungen zum Müggelseedamm und mit dem Auto.


Badestelle „Teppich“

Gelegen fast am Ende des Müggelschlößchenweges ist diese Badestelle seit Jahrzehnten sehr beliebt. Ausgestattet mit einer großen, zum Wasser leicht abfallenden, Liegewiese (dem „Teppich“) mit einigen Bäumen, einer saisonal ehrenamtlich betriebenen Wasserrettungsstelle vom ASB Berlin, bietet sie auch einen Ausblick auf die Uferbebauung von Friedrichshagen.

Einen Imbiss gibt’s nicht, Essen und Trinken muss man selber mitbringen. Deren Reste können in den kürzlich von der Berliner Stadtreinigung (BSR) aufgestellten und regelmäßig geleerten orangenen Abfallbehältern entsorgt werden.

Das Gelände ist offiziell ein Forst, deshalb gelten auch hier die Regeln der Berliner Forsten zum Umgang mit offenem Feuer, also auch zum Thema Grillen.

Zu erreichen ist die Badestelle nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Autos dürfen dort nicht parken.

Von Friedrichshagen fährt man vom S-Bahnhof (S3) mit der Straßenbahn, Linien 60 und 61, bis zur Haltestelle „Bölschestraße/Müggelseedamm“. Von dort aus zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Josef-Nawrocki-Straße zum Müggelpark. In diesem liegt am Wasser der 1926 errichtete Spreetunnel, den durchquert man (100 Stufen) und hält sich halbrechts immer am Wasser entlang bis zum „Teppich“.


Badestelle „Läufer“, nahe Spreetunnel

Kommt man von Friedrichshagen durch den Spreetunnel, hält man sich links am Ufer vom Müggelsee und geht am Gelände der „Seglergemeinschaft am Müggelsee e.V.“ vorbei und findet dann die kleine, seit Menschengedenken beliebte, Badestelle. Sehr schattig, keinerlei Service, aber ganz flacher Wasserzugang.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Besuch unserer Badestellen. Seien Sie bitte rücksichtsvoll und hinterlassen Sie die Natur in sauberem Zustand.

Wir bedanken uns für die Kooperation bei den Luftaufnahmen bei Helicolor-Luftbild Ost GmbH.


  Von: Karsten Weser/Stefan Mensah