22.02.2010


Den rosaroten Würfel am besten "wegsprengen" !

Störendes Element am "Strandbad Rahnsdorf"

Seit Jahren engagieren sich viele Rahnsdorfer Bürger für ihr Strandbad-Gelände.

Die kostenfreie Ganzjahres-Öffnung und der offene Seeweg haben viel Zustimmung gefunden. Allerdings war auch die Freude über das Erreichte immer verbunden mit der bangen Frage, welche Veränderungen z.B. mit Eintritt eines Investors im Rahmen der Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude verbunden sind.

Nun will die SPD mit einem Antrag v. 15.2.2010 in der BVV erreichen, dass "Möglichkeiten der weiteren Nutzung des ehemaligen Gastronomiegebäudes" in den Überlegungen des Bezirksamts berücksichtigt werden.

Dieses hässliche, die Sicht über den Müggelsee versperrende, rosarote Gebäude ist nicht denkmalgeschützt. Es wurde zuletzt als Groß-Disko genutzt und bekannt durch Drogen, Schlägereien, Polizeieinsätze etc.  Wollen dies die Rahnsdorfer Bürger wieder?

Dass in diesem maroden Kasten eine gepflegte See-Gastronomie entstehen kann, ist höchst unwahrscheinlich. Und eine ganz andere Nutzung dürfte den Rahnsdorfer Bürgern auch kaum zugute kommen. Der Erhalt dieses Gebäudes erschwert in jedem Fall die angestrebte naturnahe Umgestaltung des Strandbadgeländes.

Wir sollten also aufpassen, was an unserem Müggelsee passiert!


Von: -bas-

Burkhard Kalisch  20-01-11 19:31:
Das alles erinnert mich stark an die Situation des Müggelturms, der ja auch nicht mehr zu retten sein wird, denn der eingereichte Bauantrag kommt garaniert zu spät. Schaut hier:
http://www.silentruins.de/index.php?option=com_phocagallery&view=category&id=142:mueggelturm&Itemid=55
So oder so ähnlich wird es dem Strandbad gehen. Mir kommen die Tränen, wenn ich sehen muss was aus meiner ehemaligen Wirkungstätte geworden ist.
Ich hoffe nur, dass ich mich im Fall des Strandbades irre.
Burkhard Kalisch
Karin Zehrer  03-03-10 20:36:
Wer A sagt, muss auch B sagen – so könnte man die Debatte um das Großgastronomie-Gebäude zusammenfassen. Eine Sanierung und Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes wird ohne eine wirtschaftlich erfolgversprechendere Vermarktung des „Würfels“ nicht zu erreichen sein. Dahingehende Konzepte liegen vor und werden vom Bezirksamt geprüft. Dazu müssen jedoch die Verantwortlichen, Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung, von dem Ziel, den „Würfel“ ersatzlos und prioritär abzureißen, abweichen.

Dies kann ein wenig leichter fallen, wenn Investorengruppen die Gebäudesubstanz des „Würfels“ zur Gewinnung von Solarenergie, Brauchwasseraufbereitung sowie Wärmerückgewinnung nutzen wollen; Maßnahmen, die der Denkmalstatus des alten Strandbadgebäudes nicht zulassen würden.
remus  23-02-10 14:52:
Dass die Resonanz auf das Interessenbekundungsverfahren zum Strandbad Müggelsee von seiten potentieller Investoren eher gering ausfallen würde, war von vornherein zu erwarten. Mit der Einbeziehung der ehemaligen Großgaststätte in das Verfahren wäre es vielleicht möglich, zumindest einen Teil der Sanierungskosten (die für den östlichen Gebäudeflügel) auf private Investoren zu übertragen. Ich könnte mir an dieser Stelle durchaus einen einstöckigen Neubau für ein Restaurant vorstellen. Dieser sollte maximal die halbe Grundfläche des bestehenden Gebäudes aufweisen und könnte offiziell als „Teilabriss“ deklariert werden. Es wäre daher zu prüfen, inwieweit ein solcher Neubau den Entwicklungszielen für das Areal widerspricht. Ein Erhalt des Gebäudes in der jetzigen Form ist jedoch grundsätzlich abzulehnen.

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