Als Musikersohn von Astrid und Helmut Katzer ist Cornelius von Kindesbeinen an mit Musik aufgewachsen und befasst. Seine ersten Spielversuche absolvierte er mit 4 Jahren, nämlich auf einer aus einer Spielzeugangel selbst gebastelten „Geige“. Mit 5 Jahren nahm er dann - auf seinen ausdrücklichen Wunsch – Violinenunterricht.

Da sein Talent unüberhörbar war, besuchte er ab dem 6. Lebensjahr neben der regulären Rahnsdorfer Grundschule die Musikschule Köpenick, später dann das musikorientierte Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium in Berlin Mitte, wo er seine Fertigkeiten an Klavier und vor allem der Geige verfeinerte. Nach Beendigung seiner Schullaufbahn wirkte er fast zwei Jahre bei der Bundeswehr beim Aufbau eines Streichquartetts für Kammerkonzerte mit und nahm anschließend ein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ auf, wo er seine Fertigkeiten im Violinenspiel bei dem renommierten Professor Walter Karl Zeller weiter vervollkommnen konnte. Noch während des Studiums absolvierte Cornelius Katzer ein Probespiel beim damaligen Berliner Symphonieorchester (heute Konzerthausorchester Berlin), worauf er direkt eine Festanstellung erhielt. Der damalige Konzertmeister und Solist Prof. Heinz Schunk wurde daraufhin sein neuer Mentor.

Seit 2006 spielt Cornelius Katzer bei den ersten Violinen des Konzerthausorchesters Berlin. Mit wöchentlich wechselnden Musikprogrammen und zwei bis drei Konzerten pro Woche sowie der dadurch erforderlichen Übungseinheiten vergehen täglich 8-10 Stunden. In seiner verbleibenden Freizeit widmet er sich neben der berufsbedingt erforderlichen Rückengymnastik weiteren Musikprojekten wie beispielsweise dem Cornelius Katzer Trio. Dieses Trio besteht aus Cornelius Katzer (Geige), dem Bassisten David Roloff und dem ebenfalls in Rahnsdorf ansässigen Gitarristen Roberto Schumann.

Das Cornelius-Katzer-Trio hat sich dem Gypsy-Jazz oder auch Grappelli-Jazz (nach Stephane Grappelli) verschrieben. Konzerte gab das Trio beispielsweise anlässlich des 14. Musiksommers am Müggelsee 2010 in der Dorfkirche Rahnsdorf. Darüber hinaus wirkt Cornelius Katzer gelegentlich bei den Berliner Philharmonikern mit und betätigt sich als Solist, aber auch in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles; hier überwiegend als Konzertmeister. Auch wenn angesichts dieses Arbeitspensums wenig Zeit übrig bleibt, ist Cornelius Katzer Mitbegründer und eifriges Mitglied des seit ca. 2 Jahren bestehenden „Rahnsdorfer Musikerinnungstreffs“.

Dieser Treff besteht aus Rahnsdorfer Musikern wie den bereits erwähnten Mitgliedern des Cornelius-Katzer-Trios, aber auch weiteren Künstlern wie dem aus vielen regionalen Veranstaltungen bekannten Rahnsdorfer Trompeter und Alleinunterhalter Steve Horn.

Von Carsten Heidt & Gion Voges, mit freundlicher Genehmigung des Rahnsdorfer Echos.

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